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Juist erleben

Unsere Tipps für deine Tage auf der Insel – von den Gastgebern der Juister Stuv.

Wir kommen immer wieder nach Juist, und manche Wege gehen wir jedes Mal. Hier steht, was wir dir für deinen Aufenthalt in der Juister Stuv mitgeben: unsere liebste Tour, was wir bei Schietwetter machen und was mit Kindern gut funktioniert.

Ein vollständiger Inselführer ist das nicht. Öffnungszeiten und Termine ändern sich auf einer Insel oft. Du findest sie unten auf dieser Seite, direkt bei den Stellen, die sie aktuell halten.

Vom Ostdorf an den Strand

Von der Juister Stuv bist du in ungefähr sieben Minuten zu Fuß am Strand. Der Sandstrand zieht sich über die ganze Nordseite der Insel, rund 17 Kilometer lang. Platz für lange Spaziergänge gibt es also genug.

Zum Baden gehst du an einen der bewachten Badestrände; geschwommen wird zwischen den rot-orangen Stangen. Weil auf Juist alles von den Gezeiten abhängt, ändern sich die Badezeiten jeden Tag. Sie hängen an den Rettungstürmen aus und stehen in der App „Strandlooper“.

Wenn du mit Kindern unterwegs bist, hilft ein kleines Detail: Die Strandaufgänge am Hauptbadestrand sind mit bunten Tieren gekennzeichnet. So findest du nach dem Strandtag den richtigen Aufgang leichter wieder.

Und dann kommt einer unserer liebsten Momente: das Zurückkommen in die Stuv. Sand von den Füßen, rauf auf die Terrasse, rein in die beiden Strandkörbe. Bei uns gibt es dann oft ein Glas Weißwein, etwas zum Knabbern und eine Runde Karten.

Watt, Hammersee und Bill

Juist liegt mitten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, und das Wattenmeer gehört seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Ins Watt gehst du am besten mit einer geführten Wattwanderung, denn die Gezeiten machen es allein gefährlich. Wattwanderungen gibt es auch für Kinder. Einen guten Einstieg bietet das Nationalpark-Haus direkt am Kurplatz.

Eine Tour machen wir auf Juist immer wieder: Richtung Westen zur Bill. Auf dem Hinweg nehmen wir gern die Wattseite, mit Blick über die Salzwiesen. Auf dem Rückweg zieht es uns oft an den Strand. Unterwegs liegt der Hammersee, der größte Süßwassersee der Ostfriesischen Inseln. Dort nehmen wir nicht nur den direkten Weg am Deich, sondern gehen am liebsten durch das kleine Waldstück am See. Bei uns in der Familie heißt es nur das „Hexenwäldchen“ – auf einer Karte findest du den Namen nicht.

Ganz im Westen liegt die Domäne Bill, und für uns gehört sie zu dieser Tour einfach dazu. Je nach Gelegenheit gibt es dort für uns Stuten, einen Kakao oder Milchreis. Bekannt ist die Domäne vor allem für ihren Rosinenstuten, geöffnet hat sie in der Saison. An der Bill selbst bleibst du auf dem mit Pfählen markierten Weg.

Richtung Osten zieht es uns immer wieder auf den Otto-Leege-Pfad. Von einer Holztreppe an der Flugplatzstraße führt ein gut 100 Meter langer Bohlenweg auf Stelzen über die Dünen, mit Tafeln zu den Vögeln und zur Geschichte der Insel. Der Weg ist frei zugänglich, das ganze Jahr.

Mit dem Fahrrad über die Insel

Juist ist autofrei, das Fahrrad ist hier das wichtigste Verkehrsmittel – und wir empfehlen es dir sehr. Von der Juister Stuv aus genießt du die ruhige Lage im Ostdorf und bist trotzdem schnell im Ort. Zu Fuß sind es bis zum Kurplatz ungefähr 15 Minuten, mit dem Rad geht es deutlich schneller.

Steigungen gibt es auf Juist kaum, Wind dafür oft. Räder leihst du direkt auf der Insel, es gibt mehrere Verleiher, auch mit Kinderrädern, Anhängern und E-Bikes. Für die längeren Wege zum Hammersee oder zur Bill ist das Rad unser liebstes Verkehrsmittel. Dort stellst du es auf dem Fahrradparkplatz ab und gehst zu Fuß weiter.

Im Ort fährst du am besten langsam und mit Rücksicht auf Fußgänger.

Mit Kindern auf Juist

Wenn du mit Kindern oder mit deinen Enkeln kommst, ist der Strand der einfachste Plan für den Tag. Die Kurverwaltung bietet außerdem Kinderprogramme am Strand an. Was aktuell stattfindet und für welches Alter es passt, findest du bei juist.de; die Aufsicht bleibt bei dir.

Spielplätze gibt es mehrere, am Kurplatz zum Beispiel den Schiffchenteich. Im Inselmuseum im Loog können Kinder bei einer Schatzsuche mit den „Düntjes“ mitmachen, und im Nationalpark-Haus zeigen Aquarien, was im Watt lebt.

Nach einem langen Tag kommst du mit allen in der Stuv an. Das zweite Schlafzimmer ist für Kinder eingerichtet, mit Etagenbett, und Spiele und Bücher stehen im Regal.

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Regen gehört an der Nordsee dazu, und für uns ist so ein Tag kein verlorener Tag. Unser Ritual: Tee kochen, Butterkuchen von der Bäckerei Remmers holen und mit einem guten Buch aufs Sofa. Mehr Plan braucht so ein Nachmittag nicht.

Mit Kindern kommen die Spiele aus dem Regal, es wird Karten gespielt, und manchmal läuft auf dem eigenen Gerät auch Netflix. Der große Tisch im Wohnraum ist für solche Nachmittage genau richtig.

Wenn es dich trotzdem rauszieht: Das Nationalpark-Haus am Kurplatz zeigt das Leben im Watt mit Ausstellung und Aquarien, das Inselmuseum im Loog erzählt die Geschichte der Insel, und im Meerwasser-Erlebnisbad schwimmst du in Nordseewasser. Für Kinder gibt es im Haus des Kurgastes einen Spielraum für Regentage. Wann was geöffnet hat, erfährst du aktuell bei den Anbietern.

Im Ort und für den Alltag

Die Ortsmitte mit dem Kurplatz ist von der Stuv aus nicht weit. Auf dem Kurplatz finden über das Jahr viele Veranstaltungen statt. Brötchen holen wir bei der Bäckerei Remmers – und den Butterkuchen für Schietwetter gleich mit.

Wir gehen auf Juist gern essen, kochen gerade bei längeren Aufenthalten aber auch oft selbst. Gemeinsam am eigenen Tisch zu essen gehört für uns einfach zum Urlaub dazu. Die Küche der Juister Stuv ist zum richtigen Kochen eingerichtet. Lebensmittelläden gibt es auf Juist, Discounter nicht. Weil alles auf die Insel gebracht werden muss, sind die Preise etwas höher, und in der Hochsaison ist manches zeitweise vergriffen.

Wenn wir essen gehen, dann zum Beispiel ins Hafenrestaurant direkt am Hafen, wo es viel Fisch gibt. Für ein Fischbrötchen zwischendurch gehen wir zu Heini's Kombüse gegenüber der evangelischen Kirche.